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Archive for the ‘Machen wir’ Category

HTML

Thursday, March 19th, 2009

Was HTML nun eigentlich genau ist, ist eine viel zu selten gestellte Frage, zumal sie sich so einfach beantworten läßt: HTML ist das, was aus entspannten, gut gelaunten Angehörigen der Informatiker-Spezies in Sekundenschnelle Wesen macht, die mit den Augen rollen und Dinge sagen wie: “Ich werf das Scheißding aus dem Fenster.”
HTML ist nun aber nicht etwa böse, es ist bloß da – und das allerdings grad mittendrin in unserem Leben.
—-
Soweit der informative Teil.
Und nun zum Informatiker-Bespaßungsprogramm:

Hübsches Dingen.
Und noch ein hübsches Dingen

Coming soon…

Friday, January 30th, 2009

unser nächstes Projekt – noch ist auf der Seite zwar nichts zu sehen, aber das wird sich in kürzester Zeit ändern.

Sendungsbewusstsein – Teil 1: Radio? Radio!

Monday, August 13th, 2007

Es ist nun schon lange her, dass Boris und Elke mir von ihrer Idee eines eigenen Browsergames erzählt haben. Zu dem auch ein eigenes Radio gehören sollte. Einige werden sich jetzt fragen: „Was zum Teufel hat ein Browsergame mit einem Radio zu tun?“

Wenn man sich so die ganzen großen erfolgreichen Online Games anschaut, so ist ein Radio mittlerweile unverzichtbar. Die Chats und Channels der Webradios sind immer gut gefüllt, wenn Sendung speziell um das Spiel gemacht werden. Beispiele gibt es genug und jeder, der schon seine Erfahrung bei Onlinegames gesammelt hat, kennt sie. Daher wäre es jetzt zu langatmig, sie hier alle auszuführen.

Fest steht: Ein Web-Radio zum Spiel ist eine gute Möglichkeit, Leute kennenzulernen und sich über das Spiel auszutauschen. Und von daher fast schon Pflicht.

Doch es gibt viele Probleme, Vorschriften und Details, die es zu beachten gilt. Welche das sind, werde ich in Zukunft hier genau erläutern und erklären.

Ideen, die es geschafft haben (Teil 2): Urlaubsvertretung

Sunday, July 29th, 2007

Sommer, Sonne, Strand – und kein verdammtes Internetcafe in der Nähe.

Was für die meisten Menschen das Synonym für perfekte Erholung ist, kann für User eines Online-Games die Hölle pur bedeuten. Jedenfalls dann, wenn die Betreiber des Spiels keine Möglichkeit vorgesehen haben, eine Urlaubsvertretung einzusetzen, die immer mal wieder nachguckt, ob die virtuellen Athleten noch da sind und wie es ihnen geht.

Niederlagen gewohnt, machte sich der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects gleichwohl unverdrossen daran, die Urlaubsvertretungs-Problematik zu lösen. Und kam nach kurzer Zeit auf den Einfall, das Elend um den Ferien-Stress zu beenden:

“Aaaaalso: Im Grunde bedeutet das Verbot, eine Urlaubsvertretung einzusetzen, doch eine – völlig unnötige – Kriminalisierung von Usern. Denn natürlich hält sich kaum jemand dran. Außerdem ist nicht einzusehen, warum man nicht selber enscheiden kann, ob man jemandem so weit traut, dass er keinen Unsinn mit einem fremden Team anstellt. Kurz: Wir wollen die Möglichkeit, dass jeder sein Team kurzzeitig einer anderen Person anvertrauen kann.”

Die Antwort kam schnell und sie war überraschend: “Jou.”

Ein wenig aus dem Konzept gebracht und nicht sicher, ob er sich nicht vielleicht verhört hatte, argumentierte der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects weiter:

“Man könnte die Möglichkeiten eines solchen Vertreters ja krass einschränken, so dass er weder Spieler verkaufen noch feuern noch unter dem Namen des Teambesitzers Mails verschicken oder im Forum posten kann. Er dürfte sich wirklich nur um die wichtigen Basics wie Freundschaftsspiele vereinbaren und das Team aufstellen kümmern. Macht er da irgendwas falsch, je nun, dann hat der Teambesitzer halt Pech gehabt, aber das Risiko ist vermutlich nicht sehr groß.”

Die Antwort kam diesmal noch ein bisschen schneller: “Ja. Hab ich doch eben schon gesagt. Das zu prgrammieren ist eine Sache von Minuten, und außerdem hab ich mir gerade überlegt, dass bei einem von einem Vertreter geführten Team ein kleiner Hinweis erscheinen könnte, wer während Urlaub oder Krankheit dafür zuständig ist.”

Beflügelt von diesem unerwarteten Erfolg setzte der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects nach:

“Weißte was noch schön an der Idee ist? Wenn wir uns doch noch dazu entscheiden würden, dass Spieler sterben können, müsste eine Urlaubsvertreter sich auch um die Toten kümmern, also die Leichen wegräumen können. Er könnte dann einen Beerdigungstermin auf dem Vereinsfriedhof vereinbaren, eine zu Herzen gehende Trauerrede verfassen – und wenn der Teambesitzer wieder da ist, würde er sich sicher sehr freuen, dass schon alles geregelt ist und niemand wochenlang in der Umkleidekabine verwest.”

Die Antwort kam in Rekordzeit, an dieser Stelle wollen wir uns darauf beschränken, nur den wichtigsten Teil wiederzugeben:

“Netter Versuch, aber NEIN!”

Zufrieden damit, immerhin einen Teilerfolg erzielt und die Urlaubsvertretung geregelt zu haben, machte sich der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects daran, ein weiteres Problem zu lösen.

Mehr darüber demnächst in Ideen, die es geschafft haben (Teil 3): No means no – keine Chance für unerwünschte Sozialkontakte und Belästigungen

Ideen, die es geschafft haben (Teil 1): Pfeife

Thursday, July 12th, 2007

SchaaalkeGelegentlich findet man sie immer noch, die kleinen Metallschilder mit der halb appellativen, halb drohenden Aufschrift „Sei fair zum 23. Mann! Ohne Schiedsrichter geht es nicht!“. (Spätestens seit dem Aufstieg von Bibiana Steinhaus in die Zweite Liga wäre es nun wohl übrigens an der Zeit, die Parole, sagen wir, geschlechtsneutraler zu gestalten.) Meist sind sie direkt neben den Umkleidekabinen von Dorfsportplätzen befestigt – um dort ihr rostiges Dasein zu fristen, ignoriert von Gastgebern wie Gästen.

Kein Wunder also, dass auch in den meisten Online-Games der Schiri schlichtweg vergessen wird oder nur dann in Erscheinung tritt, wenn er schwer wiegende Entscheidungen trifft. In der Grundversion des FIFA-Football-Spiels aus dem Jahr 2005 etwa taucht der Referee lediglich auf, um gelbe oder rote Karten zu zeigen. Dank eines von einem Freak programmierten Zusatzmoduls jedoch huscht er jetzt immer gut sichtbar über den Platz, gemeinsam mit seinen Assistenten. Dabei ist er mordsmäßig schnell, obwohl er den Platz mit Sidesteps durchmisst – ein echtes anatomisches Wunder. Dafür sind die Linesmen eigentlich nie auf der Höhe, und sie geben seltsame Zeichen. Beim Abseits liegen sie aber immer richtig, wie noch jede Zeitlupe beweist.

Insgesamt gibt es in diesem Game drei verschiedene Unparteiische: Der erste (der nur bei internationalen Spielen zum Einsatz kommt – Ehre, wem Ehre gebührt) ist Pierluigi Collina nachempfunden, der zweite Markus Merk, und der dritte dem Hildesheimer Polizisten Michael Weiner (warum auch immer). Das ist schon viel mehr als nichts, aber irgendwie deckt es das Spektrum der Pfeifen nicht so richtig ab. Im Gameproject ist das anders – dort trifft man sie alle. Wirklich alle. Sie werden den Ablauf der Spiele beeinflussen. Wie auffem Platz. Hier steht schon mal, was sie auszeichnet:

1.) Der Kleinliche: Unterbindet alles, was irgendwie nach Foul riecht (pfeift also immer, wenn Spieler fallen), lässt fast nie Vorteil laufen, hemmt den Spielfluss und zieht sich spätestens nach 20 Minuten den Zorn beider Mannschaften und Fanlager zu. Geht grundsätzlich davon aus, dass die Spieler nicht kicken, sondern knüppeln wollen. Scheißt alle wegen Kleinigkeiten zusammen und ist bei Protesten schnell mit der Karte zur Hand. Ich-schwacher Wochenendkommandierer mit starkem Hang zur Pflichtübererfüllung. Kurz: eine veritable Nervensäge.

2.) Der Großzügige: Sieht stets internationale Härte am Werk, pfeift „englisch“, lässt robustesten Körpereinsatz zu und ruft auch bei rustikalem Einsteigen gerne laut und vernehmlich: „Weiterspielen!“ Aufstützen gibt es bei ihm nicht, und wer fällt, hat Pech gehabt. Vorteil: Wenig Karten, guter Spielfluss. Nachteil: Spiele arten manchmal in grobe Tretereien aus, die er dann nicht mehr in den Griff bekommt.

3.) Der Theatraliker: Hält die Maßgabe, dass der beste Schiri der ist, den man gar nicht sieht, für vollkommen abwegig. Steht ausgesprochen gerne im Mittelpunkt. Untermauert jede Entscheidung mit ausladenden Gesten und einer eindrucksvollen Mimik, auf die selbst Ludovic Magnin neidisch wäre. Neigt zu extrem harten Entscheidungen, die den Grundsatz „in dubio pro reo“ einfach umkehren; liebt Elfmeter in der Nachspielzeit und Notbremsen, die sich nur mit gutem Willen und nach sieben Zeitlupen als eventuell berechtigt qualifizieren lassen. Zieht Interviews mit Rolf Töpperwien schier endlos in die Länge.

4.) Der Souverän: Wartet ab, wie die Spieler zu Werke gehen, reagiert entsprechend, begegnet Protesten – die es nur selten gibt – gelassen und zwinkert gerne in die Kamera. Kennt alle, ist seit Jahren dabei, niemand macht ihm was vor, und Elfmeter in der Schlussminute gibt’s nur dann, wenn der Verteidiger dem Angreifer den Kopf abtritt. Hat immer ein freundliches Wort für die Spieler übrig und wird nur dann sauer, wenn bei der WM nach der Vorrunde Schluss ist. In der Freizeit sozial engagiert.

5.) Der Berechnende: Sieht im Fußball vor allem eine Möglichkeit, nebenbei Geld zu verdienen, und wenn mal wieder die Spesen nicht reichen, sucht er nach anderen Möglichkeiten, der King zu sein. Ist auch unkonventionellen Vorschlägen gegenüber sehr aufgeschlossen und kommuniziert viel mit den Spielern, um den Spielverlauf nach seinen Vorstellungen zu gestalten, wenn es mal nicht läuft wie gewünscht. Immer skandalgefährdet, vom DFB aber mit Nachsicht behandelt, weil in der Regel recht jung. Zu redselig den Kollegen gegenüber.

6.) Das Talent: Absoluter Emporkömmling, der mit 12 Jahren schon in der Oberliga gepfiffen hat und mit 14 in der Zweiten Liga an der Linie stand. Kompensiert mangelnde Lebenserfahrung mit einem Übermaß an Arroganz und Selbstherrlichkeit. Pfeift völlig für den Beobachter, der sein Vater oder Opa sein könnte und es manchmal auch ist. Wird vom DFB immer in Schutz genommen und nach allen Regeln der Kunst gefördert. Typ Streber, den alle Kollegen hassen. Beim Lauftest immer ganz vorne, beim Regeltest stets mit null Fehlern. Hat zwei Perspektiven: jüngster FIFA-Referee ever oder inszenierter Autounfall mit 24 Jahren. Sollte beides nicht klappen, wird er Theatraliker.