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Archive for the ‘Beta’ Category

Grüße aus der Betazone: 4. Aufmarsch der Klone

Friday, December 7th, 2007

Die allerbeste Nachricht vornweg: Lutz, das Rabenaas, ist nicht mehr.

Was nicht der Gutherzigkeit des Entwicklers zu verdanken ist, sondern nur dem Umstand, dass er einfach nicht mehr gebraucht wurde.

Im Moment wird nämlich mit offenen, gleichen Skills getestet.

Was bedeutet, dass alle Spieler in jedem Punkt über gleiche Fähigkeiten verfügen. Vorstellen kann man sich das ungefähr so: Die Jungs heißen zwar unterschiedlich, sind aber nichts weiter als ein Haufen Klone, die es, nur als Beispiel, allesamt in den Fächern Fußballspielen, Foulen, Betragen, schriftlicher Ausdruck und Physik LKII auf die Note “okay” bringen.

Und die nun, als  Kaderspieler von “Halden, città aperta” und “Teerlunge wide shut”, andauernd gegeneinander spielen. Weil man so prima Taktiken und Formationen testen kann.

Heißt es. In Wirklichkeit ist das wohl nur die Rache des Entwicklers für mehr als zwei Jahre voller “Ich hab da ne Idee” und “Wollen wir nicht…?”.

Denn einerseits ist es zwar nett, sich beim Aufstellen der Klon-Truppe keine Gedanken über die richtige Position machen zu müssen – können ja alle überall gleich viel – andererseits wird erwartet, dass man sich eben Taktiken und Formationen merkt, was gar nicht so einfach ist, wenn das eigene Team aus einem großen Haufen voller “okays” besteht.

Und der Verdacht besteht, dass Lutz in Wirklichkeit gar nicht weg ist, sondern heimtückisch wiedergeboren wurde und nun als Steffen Testspieler im Halden-Kader für bad vibes sorgt.

Ha!

Grüße aus der Betazone: 4. Eine Anleitung zum Glücklichsein

Tuesday, December 4th, 2007

Glück ist etwas, das zunächst einmal jeder anders definiert, klar.
Trotzdem können sich die meisten Menschen grob darauf einigen, dass Glück weit mehr ist als die Abwesenheit von Unglück, also zum Beispiel ein schönes Erlebnis, ein neues Buch des Lieblingsschriftstellers, ein Abend in der Wellnessoase, ein neues Parfüm (etwa Rose Esentiell von Bulgari). Oderoderoder.
Soweit das, was die meisten Menschen als Glück empfinden.
Die meisten, denn es gibt ja noch die Informatiker-Spezies, die allem, was die Menschen glücklich macht, die sie als Normaluser bezeichnen, relativ verständnislos gegenüberstehen und die erst dann glücklich ist, jedenfalls in der Subspezies “Backendsau”, wenn sie ganz tief unten, dort, wo die Codes so richtig finster sind, herumwühlen und nach stundenlangem Rumgemache mit virtuell ölverschmierten, tiefdreckigen Händen wieder auftauchen können.
Im Gameproject ist es jedoch hin und wieder erforderlich, die beteiligten Progger glücklich und damit arbeitsbereit zu machen, ohne dass man ihnen jedoch irgendeine Herausforderung bieten kann, bei der sie sich in komische Befehle und verschiedenartige Klammern verbeißen können.
Wie aber macht man das, eine andere Art glücklich?
Ganz einfach:
1. Man gibt ihnen Essen
Essen ist etwas, was Programmierer sehr mögen. Am meisten mögen sie es, wenn ihre Nahrung so beschaffen ist, dass sie am Schreibtisch eingenommen werden kann.
Pizza wird allerdings nur dann akzeptiert, wenn sie in großen Pappkartons wohnt, jedweder Versuch, Pizza selber herzustellen, wird als unlogisch angesehen.
Denn: Programmierer finden Herde unnütz, weil mit zu wenigen Einstellungen versehen.
Essen gehen mögen Programmierer dagegen sehr, vorausgesetzt, sie dürfen im Restaurant bestellen, was sie wollen und werden nicht gezwungen, Gemüselasagne zu bestellen.
2. Man macht den Fernseher an
Fernsehen ist toll, weil da was passiert, und Programmierer schätzen es sehr, wenn sie unterhalten werden. Gut: American Football, da logisch. Schlecht: Lindenstraße, weil unlogisch. Gut: History Chanel, da Informationen. Schlecht: Talkshows, da sinnloses Geblubber
3. Verbotene Wörter akzeptieren
Ganz oben auf der Verbotsliste:
Deadline (den Satz: It´s done, when it´s done lernt der Informatiker schon im ersten Semester)
4. Man läßt sie einfach in Ruhe
Ganz in Ruhe. Das mögen sie sehr :)

Grüße aus der Betazone: 2. Ein leiser Seufzer

Thursday, November 29th, 2007

Was ist schlimmer, als Programmierer, die ständig miteinander telefonieren und konferieren und icq-en, mit anderen Worten: dauerkommunizieren?

Programmierer, die das alles tun und sich gleichzeitig entschieden haben, zusätzlich über Dritte miteinander zu sprechen.

“Sag dem Kerl, dass er rebooten soll”

“Pfff, sag ihm, dass mein Rechner niemals ohne Grund neu gestartet wird”

Dazu dann noch Vereine mit so schönen Namen wie Testicles, Vereinsbesitzer die alle 20 Minuten noch einen viel schöneren Namen für ihre Clubs finden und dies bitte pronto geändert haben wollen, plus das Einsammeln der Nachzügler, Wörterfinden (Spielerfähigkeiten, höfliche Ablehnungsschreiben) und Wörterverlieren (aka Sprachlosigkeit aufgrund der Tatsache, dass dem natürlichen Wachstum von Papierbergen keine Grenzen gesetzt zu sein scheinen – eine kleine seismische Erschütterung, und es kommt zur Katastrophe).

Nun reicht´s. Wir gehen heute abend trinken :)

Wir sehen uns dann später in der Betazone…

Grüße aus der Betazone: 1. Ein tiefer Seufzer

Monday, November 26th, 2007

Erste Erkenntnis:
Eine so ernste Sache wie die Ligenverteilung mit einer gewissen Laissez faire-Haltung anzugehen, war ein Fehler.
Hätte man sich auch vorher denken können, irgendwie. Denn der bayerischste Bayer von allen will natürlich eine eigene Bayernliga. In der er, obwohl ein Roter (für Nicht-Bajuwaren: B. München-Fan), sogar den einzigen Blauen (also Sechziger-Fan) des GameProjects akzeptieren würde, er sei ja schließlich tolerant. Auch der Franke dürfe mitspielen, beschließt er großzügig – nun müssen Freiwillige gesucht werden, die bereit sind, es mit dem bayrischen Gesocks aufzunehmen.
Und die irgendwie süddeutsch sein sollen.
“Kein Problem”, sagt der Ossi-Ösi, “denen zieh ich die Lederhosen aus”, was schonmal einen Neigungsbayern mehr macht.
Die Weißwurstesser zeigen derweil bedenklichen Expansionsdrang und verkünden, Schwaben seien ja im Grunde auch Bayern. Und reklamieren deswegen die Inhaberin des Clubs Rosa Rütlikiez für sich, die ihrerseits mit gewissem Recht darauf verweist, dass Neukölln irgendwie zu Berlin gehöre und sie deswegen lieber dann doch nicht…
Entsprechend wird es nun spannend:

Sprechen Wasserlurche bayerisch?

Ist Holländisch einfach nur eine Abart des Öcher Platts?
Werden die Leute mit dem komischen Akzent im Gegenzug eine eigene Hessenliga durchsetzen?
Und: Wer ist das Fumpenmariechen?

Bis endgültige Antworten auf  diese und andere  immens spannenden Fragen  gefunden sind, dauert es noch ein bisschen :)