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16.7.2007 by Elke Wittich

Unglaublich tolle, leider verworfene Ideen, Teil 2: Von der Ersatzbank ins Verkaufsregal

Das Leben – eine lange Kette von Niederlagen.

Nur kurz durch die massive Ablehnung des super tote-Spieler-Konzepts irritiert, machte sich der fürs außergewöhnliche Ideen-Haben zuständige Teil des Spiel-Entwicklungsteams unverzüglich an die Lösung eines weiteren Problems: Nicht eingesetzte, also lieblos behandelte Sportler.
Was in so einer aus Nullen und Einsen bestehenden kleinen Seele vorgehen mag ist uns natürlich auch unbekannt, aber wir vermuteten: Es handelt sich um eine sehr, sehr traurige Seele.

Nun kann einem das Seelenleben von Nullen und Einsen eigentlich scheißegal sein, wären da nicht die sattsam bekannten Klagen von auf Realismus bedachten Usern, die das Horten von eigentlich nicht gebrauchten Spielern für einen extremen Missstand halten.

Realismus? Können sie haben, erklärte der fürs außergewöhnliche Ideen-Haben zuständige Teil des Spiel-Entwicklungsteams stolz und präsentierte der Realo-Fraktion ein bahnbrechendes Konzept:

“Wie wäre es, wenn ein Spieler, der, sagen wir: fünf Wochen hintereinander, egal aus welchem Grund, nicht eingesetzt wurde, automatisch für null Euro zum Verkauf angeboten wird? Natürlich sollte der lieblose Besitzer eine Chance haben, ihn dann selber wieder zu erwerben – allerdings im Wissen, dass der Spieler beim nächsten Mal, wenn er wieder lange auf der Ersatzbank schmort, getötet wird. Wenigstens kommen wir so zu ein paar toten Spielern auf dem Vereinsfriedhof. Und: Wir könnten superviele Heul- beziehungsweise Reue-Threads haben und wären nach einiger Zeit das Spiel mit den bestbehandeltsten Athleten überhaupt. Wäre das nicht toll?”

Die Antwort kam schnell und war unmissverständlich: “Nein!”

“Nein im Sinne von Nein?”

“Ja!”

Routiniert nahm der fürs außergewöhnliche Ideen-Haben zuständige Teil des Spiel-Entwicklungsteams die Ablehnung gelassen hin und machte sich auf der Stelle daran, eine noch viel tollere Idee zu entwickeln.

Mehr darüber demnächst in

Unglaublich tolle, leider verworfene Ideen, Teil 3: Würstchenbude

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