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29.7.2007 by Elke Wittich

Ideen, die es geschafft haben (Teil 2): Urlaubsvertretung

Sommer, Sonne, Strand – und kein verdammtes Internetcafe in der Nähe.

Was für die meisten Menschen das Synonym für perfekte Erholung ist, kann für User eines Online-Games die Hölle pur bedeuten. Jedenfalls dann, wenn die Betreiber des Spiels keine Möglichkeit vorgesehen haben, eine Urlaubsvertretung einzusetzen, die immer mal wieder nachguckt, ob die virtuellen Athleten noch da sind und wie es ihnen geht.

Niederlagen gewohnt, machte sich der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects gleichwohl unverdrossen daran, die Urlaubsvertretungs-Problematik zu lösen. Und kam nach kurzer Zeit auf den Einfall, das Elend um den Ferien-Stress zu beenden:

“Aaaaalso: Im Grunde bedeutet das Verbot, eine Urlaubsvertretung einzusetzen, doch eine – völlig unnötige – Kriminalisierung von Usern. Denn natürlich hält sich kaum jemand dran. Außerdem ist nicht einzusehen, warum man nicht selber enscheiden kann, ob man jemandem so weit traut, dass er keinen Unsinn mit einem fremden Team anstellt. Kurz: Wir wollen die Möglichkeit, dass jeder sein Team kurzzeitig einer anderen Person anvertrauen kann.”

Die Antwort kam schnell und sie war überraschend: “Jou.”

Ein wenig aus dem Konzept gebracht und nicht sicher, ob er sich nicht vielleicht verhört hatte, argumentierte der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects weiter:

“Man könnte die Möglichkeiten eines solchen Vertreters ja krass einschränken, so dass er weder Spieler verkaufen noch feuern noch unter dem Namen des Teambesitzers Mails verschicken oder im Forum posten kann. Er dürfte sich wirklich nur um die wichtigen Basics wie Freundschaftsspiele vereinbaren und das Team aufstellen kümmern. Macht er da irgendwas falsch, je nun, dann hat der Teambesitzer halt Pech gehabt, aber das Risiko ist vermutlich nicht sehr groß.”

Die Antwort kam diesmal noch ein bisschen schneller: “Ja. Hab ich doch eben schon gesagt. Das zu prgrammieren ist eine Sache von Minuten, und außerdem hab ich mir gerade überlegt, dass bei einem von einem Vertreter geführten Team ein kleiner Hinweis erscheinen könnte, wer während Urlaub oder Krankheit dafür zuständig ist.”

Beflügelt von diesem unerwarteten Erfolg setzte der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects nach:

“Weißte was noch schön an der Idee ist? Wenn wir uns doch noch dazu entscheiden würden, dass Spieler sterben können, müsste eine Urlaubsvertreter sich auch um die Toten kümmern, also die Leichen wegräumen können. Er könnte dann einen Beerdigungstermin auf dem Vereinsfriedhof vereinbaren, eine zu Herzen gehende Trauerrede verfassen – und wenn der Teambesitzer wieder da ist, würde er sich sicher sehr freuen, dass schon alles geregelt ist und niemand wochenlang in der Umkleidekabine verwest.”

Die Antwort kam in Rekordzeit, an dieser Stelle wollen wir uns darauf beschränken, nur den wichtigsten Teil wiederzugeben:

“Netter Versuch, aber NEIN!”

Zufrieden damit, immerhin einen Teilerfolg erzielt und die Urlaubsvertretung geregelt zu haben, machte sich der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects daran, ein weiteres Problem zu lösen.

Mehr darüber demnächst in Ideen, die es geschafft haben (Teil 3): No means no – keine Chance für unerwünschte Sozialkontakte und Belästigungen

One Response to “Ideen, die es geschafft haben (Teil 2): Urlaubsvertretung”

  1. cool!!
    Elke wird dann meine Vertretung wenn ich ma widda auf Malle bin…tschüss Team, muß dann wohl von vorne anfangen, menno ;-)

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