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10.8.2007 by Max

Die Welt des Schmerzes – Folge 1: Lieblingsverletzungen

Verletzungen sind ein zwiespältiges Thema. Angefangen bei leichten Zerrungen, über Kreuzbandrisse bis hin zu einem lebensbedrohlichen Schädelbasisbruch, wie ihn der inzwischen glücklicherweise wieder halbwegs genesene Petr Čech im letzten Jahr erlitt. Eine gewisse sportliche Fairness vorausgesetzt, wünscht man sie keinem noch so verhassten Gegenspieler. Soweit zur Situation im wahren Leben.

Wir arbeiten hier jedoch an einem Computerspiel, einer Simulation mit dem Anspruch eines recht hohen Maßes an Realität. Dementsprechend können und wollen wir auf die Integration diverser Blessuren nicht verzichten.
Und um ehrlich zu sein sind unter den beteiligten “Entwicklern” auch einige Menschen mit einem latenten Hang zum Sadismus, wie z.B. meine Wenigkeit, der offizielle Verletzungsbeauftragte. ;)
Wer den Kinofilm Swingers von Doug Liman gesehen hat und sich von der Stichelei “I’m gonna make Gretzky’s head bleed for super fan 99 over here.” beim gemeinsamen Videospieleabend an eigene Provokationen in dieser Richtung erinnert fühlte, wird mir zweifelsohne zustimmen: Es kann durchaus sehr viel Spaß machen, seinen virtuellen Gegner durch eine unfaire Aktion aus dem Spiel zu nehmen.

Hier nun einige der schönsten Wehwehchen, die eventuell ihren Platz im Spiel finden werden. Positives Feedback – ich sehe Elkie schon am Anstacheln :P – vorausgesetzt, wird das Ganze als Serie ausgebaut.

– Hodenprellung: Jeder kennt wohl das Foto eines Bremer Spielers, der den Zweikampf mit einem Uerdinger bitter bereut. Frauen können sich dieses Gefühl vermutlich nicht annähernd ausmalen.
– Nasen- oder Jochbeinbruch: Oft kann der lädierte Spieler bereits nach wenigen Tagen wieder spielen – natürlich nur mit einer überaus modischen Gesichtsmaske.
– Fingerverlust: Es hat schon seinen Grund, warum man den Schmuck vorm Spiel lieber abnehmen oder zumindest abkleben sollte.
– Schien- und Wadenbeinbruch: Rein optisch wohl eine der ekelhaftesten Verletzungen, die ein Sportler erleiden kann. Man erinnere sich an Henrik Larrson im UEFA-Cup-Spiel gegen Lyon 1999.
– ausgekugelter Fuß: Sieht auch sehr schön aus, wie ich aus eigener Anschauung sagen kann. Es haben tatsächlich Leute aufs Spielfeld gekotzt… :D
– Syndesmoseriss: Heißt eigentlich Syndesmosebandriss, ergibt 666 Treffer bei Google und niemand hat eigentlich ne Ahnung, worum es sich hier handelt. Sollten wir das ändern? Nee!

Oder vielleicht doch?

Mehr über Leiden, Heilungsprozesse und allgemein über die Pläne der medzinischen Abteilung des GameProjects demnächst in “Die Welt des Schmerzes – Folge 2: Autsch! Können virtuelle Kicker heulen?”

One Response to “Die Welt des Schmerzes – Folge 1: Lieblingsverletzungen”

  1. Anatomie
    Unter der Syndesmose werden Bandstrukturen zwischen Schienbein und Wadenbein verstanden. Die Syndesmose besteht hierbei aus vier Anteilen:
    Knöchelnah finden sich ein vorderes, ein hinteres und ein querverlaufendes Band zwischen Schienbein und Wadenbein. Die lateinischen Namen für diese Bänder lauten daher Ligamentum tibiofibulare anterius, posterius und transversum. Außerdem sind Schien- und Wadenbein auf der gesamten Länge durch eine bandartige Membran, die Membrana interossea verbunden, deren unterer Anteil ebenfalls zur Syndesmose gehört.

    Also kinderkram wenn da was kaputt geht, da müssen ordentliche Verletzungen her.

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