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16.8.2007 by Elke Wittich

Unglaublich tolle, leider verworfene Ideen, Teil 6: Spielerfrauen

Kummer gewöhnt, setzte der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects eines schönen Wintersonntags auf eine völlig neue Strategie: Überrumpelung.
Und begann zunächst eine Diskussion zum Thema “Einflussfaktoren auf die Spielermotivation.” In deren Verlauf man sich recht schnell einig wurde: Siege oder Niederlagen sind ein bisschen wenige gute oder schlechte Laune-Ausmacher, um die Sache komplexer zu machen, müssen eigentlich noch weitere Einflüsse her.
Nur welche?
Spielerfrauenverträge “Ganz einfach”, begann der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects schließlich seine Erklärung, nahm einen großen Schluck Kaffee und legte los:
“Wir sind uns einig, dass unsere Spieler intelligente, sensible Wesen sein sollen, ja?”
Das war ein verteufelt smarter Move, denn natürlich würde kein Programmierer auf der ganzen Welt jemals freiwillig zugeben, dass die von ihm geschaffenen Kreaturen ein Ausbund an Dumpfheit und Debilität sind.
Und so nickte auch dieser Coder freudig, bevor sich seine Miene jäh verfinsterte und er seufzend sagte: “Nun erzähl´s mir schon, was hast Du vor?”
“Ganz einfach: Wir könnten Spielerfrauen haben. Das heißt: Die Spieler könnten Frauen haben, sie heiraten, sie betrügen, betrogen werden und sich von ihnen scheiden lassen. Und das alles würde sich dann natürlich auf Leistung und Motivation niederschlagen, ganz zu schweigen davon, dass sich sicher der eine oder andere aus Liebeskummer umbringen würde, was zu ausgesprochen stilvollen Beerdigungen auf dem Vereinsfriedhof führen würde.”
Die Antwort kam schnell, aber sie kam nicht schnell genug: “N…”

Stadion Pfui - Spielerfrauen Hui

“Moooooment, bevor Du jetzt etwas sagst, was Du hinterher bereust: Das ist noch nicht alles. Es gibt nämlich noch einen Aspekt, der gerade Dich ganz besonders interessieren und Dich sicherlich umstimmen wird. Wir könnten nämlich einen eigenen Spielerfrauen-Markt haben. Gut, das klingt jetzt irgendwie fies nach Menschenhandel, aber wenn man sich das ganze eher wie einen Transfermarkt vorstellt…”
Das Gegenüber schaute ein bisschen fassungslos drein, was aber vermutlich nur daran lag, dass es von der Brillianz der Idee schier überwältigt war.
“Als Vereinsboss könnte man, wenn ein Spieler mitten in einer ausgewachsenen Motivationskrise ist, eben hingehen und ihm auf diesem, ääääh, Kontaktmarkt eine passende Frau, hmmm, nennen wir es: organisieren. Da sind dann die Manager-Qualitäten gefragt, um ein besonders tolles Exemplar preisgünstig zu erstehen und natürlich die Kosten/Nutzen-Rechnung für den Verein im Auge zu behalten. Und wenn die beiden sich dann wider Erwarten nicht verstehen sollten, nun, dann kann man sie immer noch erschießen.”
Diesmal kam die Antwort in geradezu überschallartiger Geschwindigkeit:
“Nein!!!”
Die äußerst hörbar mitgesprochenen Ausrufezeichen ließen keinen Widerspruch zu.
Der Schock über die unerwartete Ablehnung war jedoch schon bald überwunden und der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Teil des GameProjects machte sich schon kurze Zeit später an die Ausarbeitung eines nachgerade genialen Geistesblitzes.
Mehr darüber demnächst in “Unglaublich tolle, leider verworfene Ideen, Teil 7: Der Zeugwart – Stollen und Platzverhältnisse”

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