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3.11.2007 by Elke Wittich

Unglaublich tolle, leider verworfene Ideen, Teil 9: Ponyhof

Zu den Grundübeln eines Online-Sportmanager-Games gehört es, dass die virtuellen Athleten viel zu viel freie Zeit haben. Freie Zeit, in der sie jede Menge Unsinn treiben, wie Fähigkeiten verlieren, schlechte Laune bekommen, den Grundstein für langwierige Verletzungen legen.
DAS kann man ändern, dachte sich der fürs kreative Ideen-Haben zuständige Tel des GameProjects.

“Duhu….”
“Was?”
“Ich habe eine ganz fantastische Idee: Wir könnten einen Online-Pferdehof haben.”
“Nein”
“Nu hör mir doch erstmal zu. Aaaaalso, das wäre überhaupt kein großer Aufwand, neben dem Stadion muss nur einfach ein Stall gebaut werden. Da wohnen dann die Pferde, und tagsüber dürfen sie, wenn dort nicht gerade Übungseinheiten stattfinden, auf dem Trainingsplatz herumtollen und vor allem Gras fressen, was ja schonmal viel weniger Arbeit für den Platzwart bedeutet. Natürlich wird sich dabei hin und wieder eins den Hals brechen, man weiß ja, wie tolpatschig diese dusseligen Viecher sein können. Das ist dann zwar traurig, aber nicht allzusehr, denn da wir ja Wert auf nachhaltigen Umgang mit Ressourcen legen, muss der Vereinsbesitzer Fury und seine Kumpels nicht einfach verbuddeln, sondern kann sie sozusagen recyclen. Und den hungrigen Fans prima Pferdewurst an der Würstchenbude verkaufen. Ist das nicht toll?”
“Nein”
“Oh, klar, ich hab ja die Hauptsache vergessen: Die Beschäftigung der Athleten. Reiten gehört zu den ausgewiesenen Therapiesportarten, das heißt, es fördert nicht nur den Gleichgewichtssinn und die Gelenkigkeit, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen ist auch gut für die Psyche und gegen Langeweile.”

“Nein”
“Warte doch erst mal ab, jetzt kommts: Wir könnten nämlich nicht nur tote Pferde, sondern auch tote Spieler haben. Denn nicht jeder wird in der Lage sein, gegebenenfalls eine halbe Tonne durchgehenden Gaul zu bändigen, so dass Ross und Reiter eben manchmal vor den gerade zur Waschanlage abfahrenden Mannschaftsbus laufen oder im Ermüdungsbecken ertrinken. Weiter hab ich allerdings noch nicht nachgedacht, da müsste man im Einzelfall prüfen, ob Fury und sein Herrchen gemeinsam im Rahmen einer stilvollen Zeremonie beerdigt oder doch zusammen in die Wurst….”
“NEIN”
“Okay”

Dies ist das vorläufige Ende unserer Reihe über die unglaublich tollen, aber leider verworfenen Ideen.
Ab Montag an dieser Stelle:
Engine-Testbeginn, Teil 1: Warum verloren?

Nachtrag: Wie schön, es gibt da draußen jemanden, der mich versteht :)

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